 |
 |
|
In
Hessen sind über 50 % der Naturschutzgebiete ehemalige Rohstoffabbaugebiete
Was ist Naturstein und wo kommt er vor ?
Naturstein
ist vor vielen Millionen Jahren entstanden. Er ist entweder vulkanischen
Ursprungs (magmatische Gesteine), wie z.B.
die in Hessen vorkommenden Gesteinsarten Basalt, Diabas, Porphyr
und Granit, aus Ablagerungen im Urmeer entstanden (Seditmentgesteine),
wie z.B. Grauwacke, Muschelkalk, Quarzit und Sandstein, oder aber
er ist durch Umwandlung von magmatischen Gesteinen und Sedimentgesteinen
entstanden (metamorphe Gesteine), wie z.B. Gneise, kristalliner
Marmor und Schiefer. Vorkommen gibt es fast nur in den deutschen
Mittelgebirgen. Die norddeutschen Küstenländer verfügen über
keine eigenen Natursteinvorkommen und sind auf Lieferungen aus
den anderen Bundesländern angewiesen.
Naturstein
kann also nur dort gewonnen werden, wo er standortbedingt lagert.
Aufgrund seines hohen Gewichts und der damit verbundenen
Transportempfindlichkeit ist es notwendig, ihn möglichst verbrauchernah
zu gewinnen, um Verkehrsbelastungen zu vermeiden und dadurch die
Umwelt zu schützen.
|
|
Wofür
benötigen wir Naturstein ?
Im
Prinzip wird Naturstein für alle Lebensbereiche, wie z.B.
beim Baugewerbe, in der Baustoffindustrie, beim Umweltschutz,
beim Deichbau und bei der Bodendüngung benötigt. Einsatz
und Anwendung findet er in den folgenden Bereichen: Abwasser,
Acetylen, Aluminium, Asphalt, Bahnbau, Betonfertigteile, Bleichmittel,
Beton, Bordsteine, Brückenbau, Brückenverkleidungen,
Calciumcarbid, Creme, Denkmalrestaurationen, Düngemittel,
Eisen, Erz, Estrich, Farben, Fassadenverkleidung, Füllmittel,
Futterkalk, Glas, Gleisbau, Gold, Gummi, Gleisschotter, Harnstoff,
Hochbau, Hygiene, Industriereiniger, Kalksandstein, Kalkstickstoff,
Katalysator, Klärschlamm, Kosmetik, Kunstharz, Kupfer, Lacke,
Lebensmittel, Leder, Lippenstifte, Luftreinhaltung, Magnesium,
Mörtel, Naturdünger, Papier, Pflastersteine, Pharmaerzeugnisse,
Porenbeton, Putz, Rauchgasentschwefelung, Schädlingsbekämpfungsmittel,
Seife, Silber, Seuchenschutz, Soda, Sprengstoff, Stahl, Steinmetzarbeiten,
Straßenbau, Sportplätze, Tabletten, Teppichboden,
Tiefbau, Transportbeton, Trinkwasser, Umweltschutz, Wasseraufbereitung,
Wasserbau, Wasserglas, Waschmittel, Wegebau, Zahnpasta, Zellulose,
Zement , Zucker u.v.m.
|
|
Wieviel
Naturstein wird benötigt ?
Im
Jahr 2002 haben wir pro Kopf der Bevölkerung rund 2,68 Tonnen
Naturstein verbraucht, d.h. über 205 Millionen Tonnen insgesamt,
hergestellt in über 500 überwiegend kleinen und mittelständischen
Betrieben.
Was
ist mit Recycling ?
Naturstein
wird praktisch zu 100 % wiederverwertet. Wegen der Langlebigkeit
von Naturstein fällt aber wesentlich weniger wiederverwertbares
Material als benötigt an, nämlich nur ungefähr
10 % des Bedarfs. Auf den Abbau von Naturstein kann deshalb und
wegen des steigenden Bedarfs nicht verzichtet werden.
|
|
Gibt
es eine Alternative zur Rohstoffgewinnung ?
Nein,
für mineralische Rohstoffe gibt es weder bei Baustoffen
noch in anderen Lebensbereichen einen Ersatz. Hinzu kommt, dass
der Bedarf an modernen und bezahlbaren Wohnungen wächst
und auch nur durch den Bau von modernen Straßen- und Schienenwegen
die Verkehrsprobleme langfristig gelöst werden. Schließlich
decken die anfallenden Recyclingmengen nur 10 % des Bedarfs.
Es gibt keine Alternativen zur Rohstoffgewinnung !
Die
Eingriffe in Natur und Landschaft sind keineswegs schwer und
von Dauer, denn zum einen beträgt der Flächenbedarf
in Hessen beispielsweise nur ca. 0,3 % der Landesfläche
und zum anderen entsteht durch die großen Abbautiefen von
bis zu 100 m eine geringe Flächenbeanspruchung. Des Weiteren
ist zu berücksichtigen, dass kontinuierlich renaturiert
und rekultiviert wird.
|
|
Was
wird aus früheren Steinbrüchen ?
In
Absprache mit den zuständigen Behörden erfolgt eine
weitere Nutzung als Wald, landwirtschaftlich genutzte Flächen,
Badeseen, Erholungsgebiete, Biotope, Rückzugsgebiete für
seltene Tiere und Pflanzen und/oder Naturschutzgebiete.
Rohstoffabbau
schafft die Naturschutzgebiete von morgen...
|
|
|
|
| zurück |
|